Saxofonistin Sarah Chaksad mit ‚JTI Trier Jazz Award 2025‘ ausgezeichnet
Klangwelten die Grenzen überschreiten
(pm/sp) JTI Germany und die Stadt Trier vergaben zum 16. Mal die Auszeichnung für herausragende Jazzmusik – in diesem Jahr an Sarah Chaksad, eine Schweizer Saxofonistin mit persischen Wurzeln, die den Jazz als kollektive Kunstform lebt. Mit ihrem unkonventionellen Bandlead-Konzept bricht sie bewusst althergebrachte Bigband-Traditionen auf. Sie steht nicht vor ihrem Ensemble – sie sitzt mittendrin, spielt auf musikalischer Augenhöhe. So entsteht eine Melange, in der jazztypische Improvisation, kammermusikalische Intimität und orchestral anmutende Klänge miteinander verschmelzen. Der ‚JTI Trier Jazz Award‘ ist mit 7.500 Euro einer der höchstdotierten Jazzpreise Deutschlands und wird alljährlich im Rahmen des Mosel Musikfestivals vergeben. Die Preisverleihung fand am 21. August im Rahmen der Konzertreihe „Jazz im Brunnenhof“ in Trier statt. Chaksad trat dort gemeinsam mit ihrem 13-köpfigen “Large Ensemble” auf.
Kollektiver Puls: Das Ensemble als Herzstück
Die Fachjury – darunter Pianistin Olivia Trummer sowie Jazzjournalisten Peter Kleiß und Ralf Dombrowski – würdigt Chaksad als Musikerin, die den Jazz als Gemeinschaftserlebnis versteht. Mit ihrem Ensemble und dem 2023 erschienenen Album Together definiert sie Bigband-Konventionen neu – neben Saxofonen und Rhythmusgruppen bereichern auch eher untypische Instrumente wie Flöte, Tuba und Bassetthorn den außergewöhnlichen Sound. Die internationale Besetzung vereint Musiker aus Deutschland, Frankreich, der Schweiz, Norwegen und Brasilien – darunter mit Julia Hülsmann und Eva Klesse zwei frühere Preisträgerinnen des ‚JTI Trier Jazz Award‘.


Musikalische Wurzeln und Werdegang
Sarah Chaksad wuchs in einem musikalischen Elternhaus auf, begann als Kind mit Klavier, entdeckte im Alter von elf Jahren das Saxofon und entwickelte früh eine Leidenschaft für das Komponieren. Nach Studien in Bern und Basel gründete sie 2012 ihr erstes Jazzorchester, das ‚Sarah Chaksad Orchestra‘, und feierte mit Tourneen sowie dem Debütalbum Windmond (2016) internationale Erfolge. Ihre Musik verbindet die Tradition orientalischer Melodien und Klangfarben aus dem Iran mit modernen Jazz-Arrangements, klassischer Harmonik und improvisatorischer Freiheit. Das Ergebnis sind persönliche, zugleich universelle Klänge, geprägt von vitaler Spielfreude und rhythmischer Raffinesse, die Kulturen und Genres elegant
miteinander verweben.
Bedeutung des Preises
„Gemeinsam mit der Stadt Trier vergeben wir den ‚JTI Trier Jazz Award‘ nun schon im 16. Jahr und freuen uns, 2025 mit Sarah Chaksad eine Künstlerin auszuzeichnen, die mit Mut und Kreativität Brücken zwischen musikalischen Welten schlägt. Ihr innovatives Schaffen steht beispielhaft für die verbindende Kraft der Musik, die Menschen über kulturelle und geografische Grenzen hinweg zusammenführt“, sagt Nadia Rümmelein, Community Investment & Operations Lead Managerin, JTI.
