Rotwein aus einem der ältesten Weinländer der Welt / Armenien gilt als das Mutterland des Weinanbaus

2013er mit perfekter Trinkreife

(pm/sp) Die Rede ist vom Reserve „Areni Noir 2013“ des Weinguts Old Bridge. Der gelungene Rotwein hat eine erste Trinkreife erreicht und präsentiert sich vielversprechend: vielschichtiges Bouquet mit Noten von schwarzen Beeren, würzige Anklänge wie schwarzer Pfeffer, im Gaumen dicht, mit reifen Gerbstoffen und guter Säure ausgestattet, kräftig, gute Länge. Areni Noir ist wohl eine der hochwertigsten, autochthonen Rebsorten Armeniens. Der Wein wird während knapp zwei Jahren in Eichenfässern von 350 Litern ausgebaut. Die Reben wachsen auf einer Höhe von 1250 bis 1300 Metern über Meer.

Armenien, an der Nordostgrenze der Türkei gelegen und im Süden an den Iran grenzend, ist eines der Mutterländer des Weinbaus, möglicherweise sogar das Land, in dem er erstmalig praktiziert wurde. Forscher gehen davon aus, dass hier Reben bereits 6000 bis 4000 vor Christus gepflanzt wurden. Funde wie Traubenkerne, Tonkrüge und andere Gerätschaften für die Weinbaupraxis lassen darauf schließen. Das Land zwischen dem Schwarzen Meer und dem Kaspischen Meer erlebte einige Blütezeiten des Weinbaus, die immer wieder von den Einfällen der Türken, der Iraner oder der Araber unterbrochen wurden.

Die heutige Rebfläche des vermuteten Ursprungslands des Weinbaus nimmt sich heute mit ca. 25.000 Hektar Fläche bescheiden aus. Das Klima ist im Sommer warm und trocken, allerdings können Herbst- und Frühjahrsfröste große Probleme bereiten, wenn die Temperatur auf ca. -17 Grad fällt. Mit weniger als 500 mm Niederschlag liegt der Regendurchschnitt im Jahr in einem für den Weinbau sehr zuträglichen Bereich. Das Klima reicht von kontinental in den höheren Lagen am Kaukasus bis hin zu kontinental mit subtropischem Einschlag etwa in der Ebene von Ararat. Diese Ebene hat indes auch den Hauptanteil am armenischen Weinbaus Weinberge und Keller erleben eine zunehmende Modernisierung, Bewässerungsanlagen werden ebenso installiert wie entsprechende Vorkehrungen zum Winterschutz getroffen. Angebaut wird eine Vielzahl eher unbekannter autochthoner Rebsorten, die bekannteste darunter ist der im Osten häufiger anzutreffende Rkatsiteli. Armenien verfügt auch über eine nicht unwesentliche Produktion von Branntweinen.

Armenien unternimmt gestern wie heute große Anstrengungen in Sachen Qualitätsweinbau. Der große Schatz des Landes liegt darin, dass es über eine Reihe von einheimischen Rebsorten mit teilweise unaussprechbaren Namen besitzt: etwa Karmrahiut, Tosot, Voskehat.

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