Nachgefragt bei Kurt Eggemann

Der VDP-Präsident blickt mal wieder für uns zurück – und nach vorn

(pm/sp) Alle Pfeifen im Griff, lieber Kurt Eggemann? Pardon, das könnte man missverstehen. Wir meinen natürlich die wunderschönen Genussspender aus Bruyere-Holz. Den Präsidenten des VDP darf man natürlich auch etwas weitergehender und nicht nur nach seinen ganz persönlichen Pfeifen fragen. Also starten wir mal der Reihe nach.

sp: Was brachte Dir das Jahr 2018 als Pfeifenraucher generell und als Präsident des VDP (Verband Deutscher Pfeifenraucher)? Welche Termine waren für Dich herausragend und was hat sich zum Thema „Pfeifen rauchen“ in den letzten zwölf Monaten öffentlich getan?

KE: Mein Pfeifen-Jahr 2018 füllt einen ganzen Ordner in meinem persönlichen Archiv. Meisterschaften im Pfeifelangsamrauchen national und international, besonders zu erwähnen die Westdeutsche in Arnsberg und die Deutsche in Wriezen. Die Weltmeisterschaft in Tokio hatte es mir ganz besonders angetan, obwohl ich leider nicht persönlich dabei sein konnte. Mitglieder der VDP Clubs Köln und Würselen nahmen teil und hielten mich fast „stündlich“ auf dem laufenden und berichteten über das Geschehen während des Wettrauchens um die Weltmeisterschaft 2018. Das hatte mich natürlich ganz besonders interessiert und ich fieberte mit, war doch der 1. Kölner Pfeifenclub „The Pipe Club of Cologne“ vier Jahre zuvor noch mit der WM-Ausrichtung 2014 in Köln beauftragt gewesen. Gerne folgte ich der Einladung des Tabakforums nach Berlin um der Verleihung Pfeifenraucher des Jahres, mit Sonja Kirchberger zur ersten Pfeifenraucherin des Jahres, beizuwohnen. Weitere Termine häuften sich, ein Besuch der InterTabac in Dortmund, der 2. Weihnachtsmarkt bei Pfeifen Heinrichs-Peter Heinrichs in Bergheim-Niederaußem etc. und nicht zu vergessen die Pfeifenclubabende im Köln. Nachdem über jedes Erlebnis im Einzelnen in der Presse, auf Homepages und von Mund zu Mund berichtet wurde, erfreute mich ein großer Bericht über unser schönes „Hobby“ dem Pfeiferauchen im wöchentlich erscheinenden Magazin der Süddeutschen Zeitung mit dem Titel „Wer zuletzt qualmt, qualmt am besten“ ganz besonders.

sp: Am 20. Februar wird erneut der Internationale Tag des Pfeiferauchens weltweit gefeiert. Das Thema hatten wir schon einmal, aber noch einmal die Frage. Was passiert an diesem Tag und wie kann ich persönlich von dieser Idee profitieren? Für die Tabakfachgeschäfte wäre dies doch ein Tag, wo man zum gemeinsamen Rauchen und feiern unter Gelichgesinnten einlädt. Was können wir dafür tun?

KE: Die Mitglieder vieler Pfeifenraucherclubs erinnern mit ihrem Statement an den internationalen Welt-Pfeifenrauchertag des Jahres und stellen sich zu einem gemeinsamen Bild auf, um mit Pfeifenrauchern aus der ganzen Welt auf ein selbstbestimmtes, freies und friedliches Miteinander aufmerksam zu machen. Dabei steht im Vordergrund den positiven und verbindenden Charakter des Pfeiferauchens als Teil einer Weltanschauung hervor zu heben. Zelebriert wird dieses Ereignis bei Treffen mit Pfeife und Tabak, ob im Club oder privat. In den meistens Fällen wird dieses Engagement dokumentiert und Bilder dem CIPC als Dachverband des weltweiten und friedlichen Pfeiferauchens zur Verfügung gestellt. Hier kommt es zu einer besonderen Auswahl der eingereichten Bilder, welche im Internet veröffentlicht und mittels einer Expertenrunde von Pfeife- und Tabakkennern ausgewählt und prämiert werden. Tabakgeschäfte können, nein, sollten sich dieser Idee der besonderen Erwähnung des internationalen Tags des Pfeiferauchens annehmen, beweist es doch auch Solidarität ihren Kunden gegenüber, die diesen Tag im Sinne ihrer Leidenschaft begehen ohne dabei einen geldwerten Vorteil für sich zu haben.

sp: Welche Termine stehen denn beim Präsidenten des VDP ganz oben auf dem Programm 2019? Im Club, regionale und deutsche Meisterschaften? Und weltweit?

KE: Jährliche Termine wiederholen sich. Ganz oben auf meinem Plan steht 2019 der Jahrestag meines Heimatclubs: „40 Jahre Pfeifenclub in Köln“. Am 01. September1979 gründete ich mit Freunden den 1. Kölner Pfeifenclub in Mödlitz. Wir nahmen an einer Deutschen Meisterschaft teil, was uns so gut gefiel, dass wir noch am Abend der Veranstaltung diesen Club gründeten. Über 500 Clubabende wurden es bis heute und 2019 wird den Mitgliedern des Clubs eine besondere Ehre zu teil, die Ausrichtung der Westdeutschen Meisterschaft im Mai in Köln und die Deutsche Meisterschaft am 07. September 2019 im Rahmen des PH-Sommerfests und des 25 jährigem Jubiläum Chateau Henri bei Pfeifen Heinrichs-Peter Heinrichs. Einen World-Event gibt es auch noch, den World-Cup für Clubmannschaften am 13. Oktober 2019 in Lviv in der Ukraine.

sp: Das Pfeifenrauchen erreicht mittlerweile auch wieder die jüngeren Erwachsenen – hört man. Junge Menschen, die sich für die Pfeife interessieren. Die Anbieter von Pfeifen und Pfeifentabaken bemühen sich auf allen Ebenen, auch in den sozialen Netzwerken, passende Informationen zu streuen. Gut aufgestellte Tabakwarenfachgeschäfte kommunizieren mit den Kunden vor Ort und laden zu Pfeifenabenden ein. Spüren das die Clubs, bewegt sich da bundesweit und darüber hinaus etwas?

KE: Von Spüren kann nicht die besondere Rede sein. Eher nehmen wir wahr, dass es engagierte Anbieter und weniger engagierte oder gar nicht interessierte Anbieter gibt. Natürlich wird jeder Anbieter mit seinen Kunden im Einzelnen reden. Sprechen wir aber von Clubs, vielleicht noch vom Pfeifelangsamrauchen und Meisterschaften wird es ruhiger. Dabei treffen sich doch gerade da Pfeifenraucher und leben ihr Hobby. Sie sprechen über Pfeife und Tabak und noch viel mehr, ob gut oder schlecht. Manch ein Trend hat nicht nur aus der Werbung, sondern gerade hier seinen Weg gefunden. Firmen wie Denicotea, Planta und der Pfeifenfachhändler Pfeifen Heinrichs-Peter Heinrichs engagieren sich schon seit vielen Jahren. Firmen wie Kohlhase&Kopp, Kopp Pfeifen und Arnold Andre/MacBaren folgen diesem Trend und verschaffen so ihren Produkten Aufmerksamkeit.

sp: Vielen Dank

Mehr dazu auf http://www.vdp-pfeifenverband.de

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