Die teuersten Zigaretten der Welt gibt es in Australien

Down Under erhöht Tabaksteuer zum zweiten Mal in diesem Jahr

(so/sp) In Australien fällt das Aufhören mit dem Qualmender Tabakzigaretten kostenbedingt leichter. Das Land erhöhte bereits zum zweiten Mal im Jahr die Tabaksteuer, nirgendwo auf der Welt kosten die Glimmstängel mehr. Eine 20er Packung kostet Down Under etwa 22 Euro – beinahe ein Luxusobjekt. Durch eine weitere Erhöhung der Tabaksteuer um 12,5 Prozent kostet in Australien eine Zigarette nun etwa 1,08 Euro – so viel wie nirgendwo sonst auf der Welt. Regierungsbeamte behaupten, diese Maßnahme trage dazu bei, mit dem Rauchen aufzuhören. Die Steuererhöhungen hätten es geschafft, den Prozentsatz der rauchenden Australier von 20 Prozent im Jahr 2001 auf knapp 14 Prozent im Jahr 2018 zu senken.

Die Tabaksteuer ist für die australische Regierung eine Goldgrube, die mit der Abgabe jährlich etwa 17 Milliarden australische Dollar verdient. Mit steigenden Steuererhöhungen steigt jedoch auch der Schwarzmarkthandel. Einige Beamte fordern den Ausbau von elektronischen Zigaretten, welche nach Ansicht vieler Gesundheitsexperten weniger schädlich sind, in Australien jedoch technisch illegal bleiben. Während sogenannte Vaping-Geräte und E-Zigaretten ohne Nikotin verkauft werden, sind der Besitz und die Verwendung von flüssigem Nikotin verboten. Ein Raucher kann jedoch ein Rezept für flüssiges Nikotin erhalten oder dieses auf dem Schwarzmarkt erwerben – eine beliebte Methode, wie Daily Mail berichtet.

Mit dem Preisanstieg wird der durchschnittliche Raucher, der eine Packung pro Tag raucht, für seine Gewohnheit etwa 12.500 australische Dollar pro Jahr (umgerechnet knapp 7.800 Euro) ausgeben müssen – nicht wenig, vor allem angesichts der weltweiten Wirtschaftskrise. Über eine Million Menschen in Australien haben innerhalb eines Monats nach dem pandemiebedingten Lockdown im März ihren Arbeitsplatz verloren.

Neuseeland hat die zweithöchsten Zigarettenpreise. Dort kostet eine Packung umgerechnet etwa 14,50 Euro. Danach folgen Irland, Norwegen und das Vereinigte Königreich.

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