Old School Whisky mit iberischer Note: ‚Vintage Line #3: Craigellachie 1994‘

32 Jahre gereifter Single Malt mit intensiver Sherryprägung

(red/sp) Mit der dritten Ausgabe der ‚Vintage Line‘ präsentiert der unabhängige Abfüller ‚The Caskhound‘ aus Geislingen an der Steige in Baden-Württemberg einen 32 Jahre alten ‚Craigellachie‘ aus einem Eichenfass mit deutlich iberischer Prägung. Die Reihe steht für gereifte Whiskys mit authentischem Charakter: Jede Abfüllung ist mindestens 20 Jahre alt, wurde handverlesen und wird ohne künstliche Anpassungen abgefüllt. Sie ist ungefärbt, nicht kühlgefiltert und wird direkt aus dem Fass abgefüllt – ganz im Stil der klassischen Whiskytradition.

Speyside-Charakter mit eigenwilliger Handschrift
Die neue Edition hat ihren Ursprung in ‚Craigellachie‘, einer der markantesten Brennereien der Speyside. Die Destillerie setzt bis heute auf traditionelle Produktionsmethoden wie die langsame Destillation und den Einsatz von Wormtub-Kondensatoren. So entsteht ein kraftvoller Spirit mit wachsartigen, fleischigen Noten und einer charakteristischen Tiefe, die ihn von vielen leichteren Speyside-Malts unterscheidet.

‚Vintage Line #3: Craigellachie 1994‘ kennenlernen
Mehr als drei Jahrzehnte verbrachte der ‚Craigellachie 1994‘ im Eichenfass und entwickelte dabei eine ausgeprägte Sherry-Note. Dunkle Fruchtnoten, üppige Aromen und eine samtige Struktur verbinden sich mit dem charakteristischen Geschmack der Brennerei. Der gereifte Single Malt zeigt eine ausgewogene Balance aus Intensität, Eleganz und Tiefe. Die dritte Abfüllung der ‚Vintage Line‘ unterstreicht damit das zentrale Credo des Abfüllers: Herausragender Whisky entsteht vor allem durch eines – Zeit.

Tasting Notes
In der Nase ist der Einstieg zunächst dunkelfruchtig und sehr einladend mit Rosinen, Backpflaumen und einem Hauch kandierter Orangenschale. Dann kommt die Tiefe, die es in sich hat: Walnuss, Bitterschokolade, altes Leder und ein Hauch Tabak. Nach einiger Zeit im Glas entfaltet sich eine wachsig-fleischige Note, die unverkennbar für Craigellachie ist und nirgendwo sonst so vorkommt. Feine Gewürze runden das Bild ab: Nelke, Zimt und getrocknete Kräuter.

Geschmack: Er zeigt sich im Mund so, wie man es von einem über 30-jährigen Malt erwarten kann: vollmundig, ölig, mit einer Dichte und Fülle, die die moderate Alkoholstärke vergessen lässt. Zunächst schmeckt man dunkle Früchte — Datteln, Feigen und schwarze Johannisbeeren —, dann folgen Butterscotch, Bitterschokolade und geröstete Haselnüsse. Eine feine Erdigkeit schiebt sich dazwischen, fast wie feuchter Waldboden nach Regen, begleitet von Tabak, Tanninen und einer leisen Umami-Würze, die dem Ganzen eine unerwartete Tiefe verleiht. Im Hintergrund lauert noch die für die Brennerei charakteristische Ananas, gedämpft, fast konfiert, mit delikater Süße.

Der Abgang ist lang, trocken, wärmend und ganz ohne Eile. Walnuss, Leder und Mokka halten sich hartnäckig, dazu ein Rest von Trockenfrüchten und eine zarte, fast rauchige mineralische Note, die man mehr ahnt als schmeckt. Hier offenbart sich kein harter Schnitt, sondern ein langsames, dunkles Ausklingen, das noch eine Weile im Raum bleibt.

Product Facts
Inhalt: 0,7 l
Alkoholgehalt: 41,6 % Vol.
UVP: 279,00 Euro

https://thecaskhound.de