Neue Vorschrift für Shisha-Tabak: Verband warnt vor knappem Angebot

Leere Regale im Herbst?

(dpa/sp) Wegen einer neuen Vorschrift für Shisha-Tabak droht der Branche zufolge bald ein so knappes Angebot, dass viele Konsumenten keinen Nachschub mehr bekommen könnten. „Im Herbst dürften die Verkaufsregale teilweise leer sein, weil die Hersteller mit der Produktion nicht nachkommen“, sagt der Geschäftsführer des Bundesverbandes Wasserpfeifentabak, Folke Rega (Foto), der dpa in Berlin.

Ab dem 1. Juli dürfen nur noch Kleinverpackungen mit maximal 25 Gramm Shisha-Tabak in den Handel kommen, die bisher üblichen 200-Gramm-Packungen und größere Behältnisse sind dann verboten. Altbestände dürfen zwar noch verkauft werden, bis zum Herbst werden sie aber wohl weitgehend aufgebraucht sein. Nach Darstellung des Verbandes hatten die rund 100 deutschen Hersteller von Wasserpfeifen-Tabak nicht genug Zeit, um ihre Maschinen umzurüsten oder neue Anlagen zu kaufen. Die globalen Lieferkettenprobleme erschwerten die Beschaffung. Nur sechs bis sieben der deutschen Hersteller seien derzeit in der Lage, die Kleinverpackungen herzustellen, und dies auch nur mit recht niedrigen Produktionskapazitäten. Der Verband befürchtet, dass Konsumenten in den Schwarzmarkt abdriften, um sich Nachschub zu beschaffen. Nicht nur das knappe Angebot am Markt könnte für Shisha-Nutzer bald zu einer bösen Überraschung werden. Denn es wird deutlich teurer. Im Vergleich zum Jahresende 2021 wird ein Gramm Wasserpfeifentabak nach Schätzung des Branchenverbandes künftig etwa das Doppelte kosten. Das liegt zum einen an einer seit diesem Jahr geltenden Zusatzsteuer und zum anderen an höheren Produktionskosten.

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