Die Welt der Winzersekte 2019

Kleine, feine Welt im Aufwind

(pm/sp) Winzersekte sind seit langem ein fester Bestandteil auf den Angebotslisten nahezu aller deutschen Weinerzeuger. Etwa ein Prozent der Weinmosternte wird hierzulande zu Winzersekt weiterverarbeitet. Im Jahr 2017 wurden nach Angaben des Deutschen Weininstituts (DWI) bundesweit rund neun Millionen Liter Sekt qualitätsgeprüft. Am gesamtdeutschen Schaumweinmarkt hat der Winzersekt nur einen vergleichsweise geringen Anteil von rund drei Prozent. Mit einem Absatzvolumen von 275 Millionen Litern Schaumwein und einem Pro-Kopf-Verbrauch von 3,3 Litern im Jahr ist Deutschland der größte Schaumweinmarkt der Welt.

Nach Ansicht von DWI-Sprecher Ernst Büscher haben die deutschen Winzersekte in den letzten Jahren einen deutlichen Qualitätsschub erfahren: „Wir stellen in letzter Zeit eine zunehmende Professionalisierung und Weiterentwicklung in der deutschen Winzersektszene fest, wodurch sich auch die Sektstilistik verändert und teilweise noch einmal deutlich verbessert hat“, so Büscher. Dennoch würden die Winzersekte insbesondere im Hinblick auf ihre internationale Konkurrenzfähigkeit oftmals immer noch unterschätzt.

Interessant ist in diesem Zusammenhang eine Auswertung des DWI von insgesamt 4.579 qualitätsgeprüften deutschen Sekten, zu denen auch die Winzersekte zählen, aus dem Jahr 2017. Danach werden 44 Prozent dieser Sekte in der Geschmacksrichtung brut hergestellt und zu 35 Prozent in der trockenen Variante.

Weiße Sekte dominieren das Angebot mit 81 Prozent. Roséfarbene Sekte kommen auf einen Anteil von 14 Prozent. Bei den Rebsorten liegt der Riesling (45 Prozent) im Trend, gefolgt von Sekten aus Burgundersorten (19 Prozent), wie etwa Spät- und Weißburgunder.

https://www.nikos-weinwelten.de/beitrag/winzersekt_report_beste_sekte_deutschlands/

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