Die aktuelle smokersplanet-Kolumne mit Adam Kohlhase (GF Kohlhase & Kopp)

Unser Thema: Der Pfeifentabak im Jahre 2020 – und darüber hinaus

(Promo) Pfeifenraucher sind traditionelle Gesellen und schwören auf ihre Gewohnheiten. So auch bei der Wahl ihres Tabaks für die Lieblingspfeifen. Pfeifenraucher sind aber auch Entdecker, suchen das neue Geschmackserlebnis. Exklusive Tabake für jeden Geschmack gehören zum Produktportfolio des Hauses Kohlhase & Kopp seit über vierzig Jahren. Das Genießen von hochwertigem Tabak als Füllung einer wunderschön geformten Pfeife, gilt zu Recht als ein Stück Lebensqualität. Im großen und facettenreichen Sortiment der Kohlhase & Kopp-Pfeifentabake kommen Kenner voll und ganz auf ihre ganz spezielle Genussfreude – hier entdecken sie Tabakkreationen mit Tabaken aus verschiedenen Ländern und mit zahlreichen Aromen.

sp: Herr Kohlhase, Ihre Tabakmischer entwickeln Jahr für Jahr neue Kreationen für die Pfeifenfreunde. Mit schöpferischen Ideen treffen Sie und Ihre Spezialisten stets den Geschmack der Pfeifenfreunde. Kann man die vorhandenen Produkte überhaupt noch toppen oder heißt es auch für Sie Gutes erhalten und wie bei einem Sternekoch hier und da noch einmal die Geschmacks-Nuance ausloten?

Adam Kohlhase (AK): Lieben Dank für die netten Worte! Gutes erhalten wir mit Marken wie beispielsweise Rattray’s oder Robert McConnell. Ob wir tatsächlich immer den Nagel auf den Kopf treffen und ob die Blends ankommen, entscheiden am Ende die Pfeifentabak-Genießer. Vor zwei Wochen erhielten wir eine super nette E-Mail eines Endverbrauchers: Er hat über die vielen Jahre alle unsere Editionen verfolgt und geraucht. „Circus“ hat er zum Tabak des Jahrzehnts erkoren. Das ist doch eine Ansage, oder?! Und damit wären wir beim Thema toppen: Bei den Editionen geht es gar nicht darum, sich nur immer selbst zu übertreffen, ansonsten wäre der Prozess eine Bürde. Es geht aber darum etwas richtig Gutes zu kreieren. Und ich meine damit die Machart. Denn über Geschmack lässt sich bekanntlich streiten. Und ganz sicher sind nicht alle Editionen jedermanns Sache. Aber dennoch ist jede Edition einzigartig in ihrer Zusammensetzung und bei der Entwicklung wird in der Tat wie in einer Sterneküche gearbeitet. Momentan tüfteln wir parallel an 30 Blends. Sie werden immer wieder verfeinert, verworfen, manchmal quer kombiniert. Sehr langwierige Prozesse, da die Blends immer wieder ruhen müssen. Und wir sprechen hier bereits über Editionen für das Jahr 2021, für dieses Jahr steht ja bereits alles. Letzten Endes schafft es nur ein kleiner Teil in die engere Auswahl zu kommen.

sp: Es gibt Weihnachts- und Oster-Editionen, es gibt Editionen zu bestimmten Kult-Themen. Wie finden die Tabakmischer denn die speziellen Geschmackrichtungen heraus, damit sich der Weihnachtstabak von der Osterkreation unterscheidet?

AK: Da haben wir einen relativ simplen Fahrplan und Leitfaden: Den Frühling oder Sommer verbinden wir mit Aufbruchstimmung, mit Wärme und Sonne. Somit haben diese Kreationen oftmals einen frischen oder fruchtigen Charakter. Winter verbinden wir mit süßen und tiefen Noten, winterlichen Gewürzen, einer gewissen Heimeligkeit. Der Ostertabak verbindet manchmal beide Elemente und spannt einen Bogen aus der Winterzeit hinein in das Frühjahr. Unsere Jahresedition ist vollkommen losgelöst von jeglichen Grenzen. Ideen gehen uns grundsätzlich nicht aus, die kommen uns ständig.

sp: Mal ganz ehrlich, Herr Kohlhase, sind die Tabak-Sondereditionen Marketingvehikel um den Umsatz für Ihr Unternehmen und den Fachhandel zu pushen oder schaffen Sie mit Ihren Kreationen dauerhafte Bindungen zwischen dem Endverbraucher und Ihrem Haus.

AK: Die limitierten Editionen wurden zu einer Zeit entwickelt, als es bei uns noch nicht einmal eine Marketingabteilung gab. Der Ursprung oder Grundgedanke war einen richtig guten Blend in schöner Verpackung zu offerieren, kreativ zu sein, zu zeigen was wir können, zu überraschen und vor allen Dingen den Pfeifenrauchern Freude zu bereiten. Keine Marketing-Offensive, denn die allermeisten Fachhändler bezogen ohnehin bereits Tabake aus unserem Hause. Die Verbindung zum Endverbraucher ist etwas, was wir intern gerne mit „organisches Wachstum“ betiteln. Eine Bindung erfordert Zeit, und vor allen Dingen Vertrauen. Das, was sich im Laufe der Jahre hieraus entwickelt hat, konnten wir zum damaligen Zeitpunkt nicht ansatzweise erahnen. Heutzutage freut es uns ungemein, wenn Genießer neue Editionen (sehnsüchtig) erwarten! Ganz eindeutig sind die Designs der Dosen schöner und professioneller geworden. Für uns eine logische Konsequenz, wenn man Herzblut reinsteckt. Aber im Kern sind wir uns treu geblieben. Die Entwicklung der Blends ist immer wieder eine Herausforderung, gehört aber zu den schönsten Aufgaben überhaupt!


sp: Haben Sie noch einen Leitsatz für die Pfeifenraucher für das neue Jahrzehnt parat?

AK: Einen Leitsatz? Eventuell zwei! Anfeindungen von Nichtrauchern aussitzen und weiterhin in vollen Zügen genießen!

sp: Herzlichen Dank.

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