„Cigar City“ – das Modelabel für die Cigarrenstadt

Bünde zieht sich an

(WB/Kathrin Weege) Die Shirts tragen nicht nur den Schriftzug »Cigar City«, sie sind in Papier gerollt wie eine Cigarre: Sina Kizmiaz und Tobias Hansch wollen »Cigar City« als Modelabel etablieren und können sich Kooperationen mit der heimischen Cigarrenindustrie vorstellen.

Vom Zufallsprodukt zum Modelabel: Mit einem schwarzen T-Shirt mit dem Aufdruck »Cigar City« wollen zwei 50er-Jahre-Fans Bündes Image aufpeppen. Noch vor dem offiziellen Verkaufsstart beim Frühlingsfest hat sich bereits ein Bünder Cigarrenhersteller bei Sina Kizmiaz (32) und ihrem Partner Tobias Hansch (35) gemeldet und Interesse bekundet. „Cigar City“ steht natürlich für Bünde. Alle Bürger kennen die Geschichte ihrer Stadt. Aber es prangt eben nicht direkt Bünde drauf. Somit ist das Shirt für alle tragbar«, meint Tobias Hansch.

Als die Cigarrenindustrie nach Bünde kam

Ein cooler Vintage-Schriftzug schmückt die Oberteile. Darauf zu lesen ist die Zahl 1842. »Das ist das Jahr, in dem die Cigarrenindustrie in Bünde Fuß gefasst hat«, erzählt Kizmiaz. Die Tätowiererin mit eigenem Studio in Hiddenhausen hat das Logo entworfen. Selber trägt das Paar die neue Mode schon einige Tage und hat damit auf Facebook und Instagram geworben. »Heute morgen hatte ich einen Anruf von einem heimischen Cigarrenhersteller. Er hat uns zum Gespräch eingeladen. Ich bin sehr gespannt!«, sagt Sina Kizmiaz. Für Kooperationen sind die beiden offen.

Label weiterentwickeln

Und sie wollen ihr Label weiterentwickeln, können sich da einiges vorstellen wie eine Special-Edition-Box. »Ein heimischer Hersteller könnte zwei besondere Cigarren in einer etwas größeren Verpackung anbieten und eines unserer Shirts beilegen«, schlägt Kizmiaz vor. So könne man ein jüngeres Publikum ansprechen.

Und auch bei den Motiv-Ideen ist bei Sina Kizmiaz und Tobias Hansch noch lange kein Ende in Sicht: »Wir haben weitere Prints in Planung. Und können uns auch Cigar-City-Schokolade oder -Gin vorstellen. Das könnten tolle kleine Präsente sein«, meint das Duo.

Logo auf Papier entworfen

Doch wie kam es zur Idee? Axel Zobel vom 50er-Jahre-Laden »Sweet Rockin 50s« hatte Sina Kizmiaz angesprochen und gefragt, ob sie nicht ein Logo für ein Shirt entwerfen könnte. Gesagt, getan. Die Tätowiererin setzte sich hin und malte kurzerhand den Schriftzug. »Auf Papier. Mit iPad und Co. hab ich es nicht so«, verrät sie selber. Zobel: »Als ich den Print sah, war ich direkt schockverliebt.«

Und dann sprudelten die Ideen nur so. Aus einem Logo wird eine Marke. »Der Vintage- und Retro-Lifestyle ist genau Unseres, da fühlen wir uns wohl«, sagt Hansch, der als Elektroinstallateur arbeitet. Und in diesem Stil möchten sie auch bleiben und ihr Label weiterentwickeln. Das Paar könne sich gut vorstellen, beim 2. Deutschen Cigarrentag in Bünde, der am 31. August stattfindet, mitzumischen.

Erstauflage in Schwarz

In der Erstauflage gibt es die Shirts nur in Schwarz. »Der Print ist mit Siebdruck aufgetragen und daher hochwertig und haltbar«, erzählt die 32-Jährige. Künftig sind aber auch andere Farben und Kleidungsstücke denkbar. Für sich selber hatten die Bünder bereits einen Kapuzenpulli mit dem Aufdruck bestellt.

Der Verkauf der T-Shirts startete am vergangenen Wochenende beim Bünder Frühlingsfest. Dort hatten die 50er-Jahre-Fans einen eigenen Stand, an dem sie die Oberteile verkaufen. Wer sich einen Eindruck von der neuen Marke und Shirts, machen will kann dies bei Facebook oder Instagram unter dem Stichwort „Cigar City“ tun.

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