“Christoph’s Havanna-Notizen” vom XXII. Festival del Habano / Der 4. Event-Tag

Den Deckblättern auf der Spur und den Hombre del Habano (Produktion) 2011 besucht / Viel Wissenswertes rund um Tabakanbau, Trocknung und Lagerung vermittelt / Der traditionelle „Cena Cubana“, der Eventabend von 5thAvenue und Intertabak AG steht an

(CAP) Ein absolutes „Muss“ beim Besuch des Festivals del Habano ist der Besuch von Tabakplantagen. Den haben wir natürlich auch diesmal wieder absolviert. Unser Ziel war „San Antonio de los Baños“ im Anbaugebiet Partido, das nahe bei Havanna gelegen ist und in dem die Deckblätter produziert werden. Hier werden ausschließlich diese aufwändigsten aller Tabake produziert. Zum überwiegenden Teil arbeiten hier deshalb Kooperativen in Staatsbesitz, die in der Lage sind, die organisatorischen und finanziellen Anforderungen zur erfüllen. Deckblatt wird in Cuba ausschließlich als „tabaco tabado“ gezogen, bei dem mehrere Hektar große Felder komplett mit Stoff bedeckt werden, um direkte Sonneneinstrahlung zu vermeiden und eine feinere Textur der Blätter zu erzeugen. Sie werden dadurch größer, feiner in der Textur und sind weitgehend vor Insekten geschützt, die die kostbaren Blätter beschädigen könnten. Die Plantagen der „Koopertive Lazaro Peña“ gehören zu den besten des Landes und finden ausschließlich für die Habanos Verwendung. Unser alter Freund Armando Trujillo González, der im Jahr 2011 die begehrte Auszeichnung „Hombre del Habano“ in der Kategorie Produktion erhielt, zeigte uns voll berechtigtem Stolz seine Felder und die angeschlossenen Trockenhäuser. Rund drei Viertel arbeiten hier inzwischen mit kontrollierter Trocknung, bei der die Temperatur und Luftfeuchte gesteuert werden und sich der Zeitaufwand auf rund 22 Tage verkürzt. Die traditionelle Trocknung dauert etwa doppelt so lange. Hier werden allein durch Öffnen und Schließen der Türen und Fenster die feuchteren oder trockneren Luftströmungen genutzt, um den Deckblättern im richtigen Tempo die Feuchte zu entziehen und sie dadurch für die anschließende Fermentation vorzubereiten. Auch im vergangenen Jahr fiel relativ spät noch verhältnismäßig viel Regen, was zu einer Verspätung im Anbau und dadurch in den vergangenen Jahren zu Problemen in der Ausbeute führte. Der Klimawandel macht sich so auch im Tabakanbau negativ bemerkbar. Aktuell ist in diesem Jahr noch alles im „grünen Bereich“ wurde uns versichert. Hoffen wir, dass es dabei bleibt und wir eine erfolgreiche Ernte erwarten können, die ausreichend große Deckblätter ergibt, um alle geplanten Neuheiten rechtzeitig und in entsprechender Menge fertigen zu können.

Für den heutigen Abend steht unsere traditionelle „Cena Cubana“ an, die wir gemeinsam mit unseren Kollegen von der Intertabak AG, dem offiziellen Habanosimporteur in der Schweiz, veranstalten. Dazu laden neben den Teilnehmern aus Deutschland, der Schweiz, Österreich und Polen vor allem auch unsere Partner aus der cubanischen Cigarrenindustrie und von Tabacuba ein. Eingeladen sind außerdem die Botschafter aus Deutschland und der Schweiz, die ihr Kommen zugesagt haben.

Dann eine gute Zeit und bis morgen,
Ihr/Euer

Christoph A. Puszkar

https://www.5thavenue.de/

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