„What I say – die Besserwisser-Kolumne“

Keep Smiling and think positiv

(Kolumne) Wir müssen mal über Laune sprechen, gute Laune – oder will das keiner mehr hören, nimmt das keiner mehr an. Denn im Deutschland von heute wird gejammert, kritisiert, auf andere gezeigt; Reformen werden zögerlich angegangen, WM-Chancen verspielt – irgendwo scheint zwischen Lustlosigkeit und Resignation alles eingedöst zu sein. Das Problem: Herausforderungen nehmen zu und werden uns von deutschen TV- und Print-Medien als unlösbar verkauft. Alles kaputt, alle sind schlecht, alle sind Versager. Der Bundeskanzler, der Regierende Bürgermeister, die Ministerpräsidentin, der Bundestrainer, der Chef des Auto-Konzern, der Banker, der Wurstkonzern-Manager, der Eisverkäufer um die Ecke, der Friedhofsgärtner, der Friseur und der Babysitter – naja auch der Spahn. Und wenn die dann versagen, dann nix wie drauf, wie damals im Schulhof – alle auf einen, oft den Schwächsten. Wenn die Medienmaschinerie loslegt, dann fegt sie alles weg – den Bundeskanzler, den Bürgermeister, die Ministerpräsidentin, den Bundestrainer und so weiter. Oft fliegt die Achtung vor dem vorher noch geachteten einfach weg, aus dem Geachteten wird ein Geächteter. Zwei Pünktchen machen es aus.

Wo ich hin will? Es könnte doch auch anders gehen, könnte. Man könnte mehr Achtung in Problemfällen an den Tag legen, auch wenn etwas schiefgelaufen ist. Jetzt meine ich mehr den Friseur, den Friedhofsgärtner, den Babysitter oder einfach den Mitmenschen am Arbeitsplatz oder den von Nebenan. Nicht draufhauen, wenn’s mal nicht so passt. Keep Smiling and think positiv. Ich freue mich über jede Event-Ankündigung für ‚smokersplanet‘. Berichte über die Veranstaltungen, mit den Fotos der Strahlefrauchen und Strahlemänner aus dem Kreis der Genussraucher, signalisieren „alles gut“. Eingebettet finden wir den Händler oder die Händlerin, in „bester-Laune-Pose“ – ach ja, der Markenbotschafter oder die Botschafterin jubeln auch mit – alles richtig gut. Diese Branche lebt, auch wenn die Verbotsapostel neue Stoppschilder aufstellen oder aufstellen wollen. Wir achten untereinander und lassen die anderen die anderen sein – ohne sie zu ächten.

Leben Sie das Leben und frönen Sie dem Genuss,
Ihr
Ihr/Euer
Klaus Peter Will